LAUTLOS UND

BEHAGLICH

Nur Musik in den Ohren

Oper, Kammermusik, Multimediainstallation. So vielseitig sind die Nutzungsmöglichkeiten im 400 Zuschauer fassenden Musiksaal des Multimediakomplexes der Hochschule für Musik in Karlsruhe. Und so hoch die Ansprüche an die Lüftungstechnik.

Die Herausforderung
Reiner Musikgenuss: ohne störende Geräusche und ohne drückende Temperaturen aufgrund hoher Wärmelasten, die beim Einsatz modernster Medientechnik entstehen. Eine Aufgabe, die mit konventionellen Planungswerkzeugen kaum lösbar gewesen wäre. PKi jedoch konzipierte eine innovative Quelllüftung, die vorab in einer Strömungssimulation getestet wurde.

So funktioniert es
Die Luft tritt unhörbar aus der Wand und breitet sich wie ein Frischluftsee im Saal aus. Anschließend nimmt sie die Wärme der Zuschauer auf, strömt nach oben, wo sie weitere Wärme der Technik mitnimmt, bevor sie an der Saaldecke als Abluft abgesaugt wird.

Damit jederzeit behagliche Temperaturen für die Nutzer gewährleistet sind – sowohl bei kleinen Konzerten als auch bei Veranstaltungen mit 400 Zuschauern, Musikern, Bühnendarstellern und jeder Menge Medientechnik – besitzt die Lüftungsanlage variable Volumenströme. Zudem kann die Lüftung zonenweise zwischen den Bereichen Bühne und Saal umgeschaltet werden, so dass die Lüftungsgeräte insgesamt kleiner dimensioniert werden konnten.

Strömungssimulation
Um zu überprüfen, ob das von PKi entwickelte Lüftungskonzept eine ausreichend hohe Behaglichkeit im Aufenthaltsbereich der Zuschauer gewährleistet, führte PKi im Zuge der Planung eine Strömungssimulation durch. Mit dem CFD-Simulationsprogramm PHOENICS wurden dabei die zu erwartenden Raumtemperaturen und Luftgeschwindigkeiten im Saal prognostiziert. Die Simulationsergebnisse zeigten, dass das vorgesehene Quellluftsystem gut funktioniert. Das hat auch mittlerweile die Praxis bestätigt: Seit 2013 bietet der Musiksaal in Karlsruhe Konzerterlebnisse auf höchstem Niveau.

Bildnachweis:
©Architekten . 3P Feuerstein Rüdenauer & Partner
©PKi